Was ist die Bravo-Kompanie, kurz: BK?

Die Bravo-Kompanie ist ein Airsoft-Team, welches sich zur Aufgabe gesetzt hat, Spezialkräfte der Bundeswehr nachzustellen.

Entstehung

Wenn man von einem Gründungsdatum überhaupt sprechen kann, dann ist es wohl der 8. Oktober 2006 gewesen, der Tag als das Team zum ersten Mal unter dem Namen "Bravo-Kompanie" zusammen kam. Es war ein Zusammenschluss von bislang weniger organisierten Spielern aus dem Raum Zollernalb, Stuttgart und Reutlingen. Schnell zeichnete sich während der Gründungsphase die Orientierung der BK ab: Spezialkräfte-Reenactment hieß die Devise und es gab viele Punkte zu beachten, um dieses vorerst leichte Thema richtig umzusetzen.


Um sich von vielen Flecktarn-Teams abzuheben, brauchte die BK einen eigenen Stil. Diesen fanden die Jungs in der Orientierung an dem Ausrüstungsstand des KSK. Auf dem Weg zu den notwendigen, aber strengen Richtlinien ließ das Team einige Federn. Spieler, welche man gerne um sich hatte, verließen die BK, da das vorgelegte Tempo und die strengen Ausrüstungsregeln nicht für jedermann waren. Zwar ist jedem bewusst gewesen, dass in Calw alles getragen wird, was zweckmäßig erscheint und jeder individuell ausschaut, jedoch ließ sich dies nicht mit einem einheitlichen Auftreten vereinbaren.

Da die BK in der Vergangenheit überwiegend auf CQB Geländen wie
Area V spielte, lag es nahe, die Ausrüstung an einer der Zugriffsausrüstungen des Calwer Originals zu orientieren. Selbst hier ging man noch eigene Wege. Während in Calw zu dieser Zeit gerne die Blackhawk Omega Westen getragen wurden, entschied man sich in der BK für eine sehr ähnliche Weste, jedoch mit Mollesystem. Die Wahl fiel hier auf die Condor Modular Vest, welche diese Eigenschaften aufwies. Die Weste wurde wie viele andere Ausrüstungsgegenstände schnell zum Standard und brachte die BK zu einem einheitlichen Auftreten. Derzeit passt die BK ihre Ausrüstung dem neuen Flecktarn-CIRAS-Ausrüstungsstand des Calwer Vorbilds an. Der Ausrüstungsstand der BK ist hoch.

Damit man ein solches Auftreten umsetzen kann, muss man erst mal sehr viele Richtlinien schreiben und festlegen. Dies bewahrt die BK allerdings davor wie ein Flodderteam zu wirken in welchem jeder tun und lassen kann was er möchte. Der Slogan hier lautet, "kommst du zu unserem Fußballverein, spielst Du auch in unseren Trikots!"

Egal nach was ein Mitglied sucht, alles findet man beschrieben und begründet. Dies nimmt nicht den Spielern den Individualismus, wie man meinen könnte, sondern hält den Level des Reenactments und das Erscheinungsbild aufrecht. Individualismus ist aber auch in der BK groß geschrieben. Da die Bravo-Kompanie dem Namen nach auch als Bravo ( = nicht das Original) ausgelegt werden kann, wurde nicht alles beim KSK abgekupfert. Einstimmig sind sich die Mitglieder hier einig, dass das Logo zwar nahe am Original ist, aber dennoch eine Ecke besser ausschaut. Der Hintergedanke bei der Namensgebung stammt noch aus den Zeiten, als es kein KSK gab und die B-Kompanien der Fallschirmjägertruppe diesen Job bedingt verrichteten. Die Auslegung des Namens, wie am Anfang dieses Absatzes benannt, ist aber für das Hobby ebenfalls sehr treffend und passt einfach.

Leider ist es nicht so simpel, wie bei einem Fußballverein und der Kram kostet sehr viel Geld. Die Grundausstattung der BK besteht aus KSK-Hose, Smock oder Feldbluse, MICH-2002, Lindnerhof Tactical-Flecktarn-CIRAS, Handschuhen und den reglementierten Airguns. Im Vordergrund steht aber die Freundschaft, das Teamspiel und die Leistungsfähigkeit der BK. Man kann in der BK auch nur mit einem normaler BW-Kleidung und BW-Koppel-Set spielen und das gibt es gebraucht auch schon für 9,95€. Niemand darf durch eventuell zu hohe Ausrüstungskosten ausgeschlossen werden.

Die Vorbilder unserer Airguns verrichten auch in der DSO ihren Dienst. So findet man in der BK sämtliche Varianten des G-36a und K von STAR, da diese optisch am nahsten an den echten 36ern sind, vom selben Hersteller das AW-338 als G-22 Umbau, Marui MP-7, die Systema MP-5 oder die P-8 als Backup.

Ein anderer wichtiger Bestandteil ist die Kommunikation. Wie viele wissen, gibt es Spieler, welche sich denken "Habe ich ein Funkgerät, muss ich auch reden". Hier hat die BK einen Schnitt gezogen und eigene Regeln aufgestellt und geht realistischere Wege. Da die BK grundsätzlich im Ausland spielt, gibt es für den Einsatz von Funkgeräten eine weitere Option. Der Kontakt über große Distanzen wird bei der BK über 2m-Band Motorola GP380er gehalten. Diese Funkgeräte sind mit den Reichweiten eines PMR oder CB Funkgeräts nicht zu vergleichen und der Begriff "kein Empfang" ist Geschichte. Da auch diese Geräte von der Bundeswehr z.B. bei der ISAF eingesetzt werden oder DSO Einheiten, ist die Lösung stimmig mit den Reenactmen-Bemühungen des Teams. Das dazu passende Headset ist ein Peltor Comtac II, welches ebenfalls vom KSK genutzt wird. Mit diesem Headset wird ein Knall gedämpft und Geräusche verstärkt. So ist z.B. ein großer Vorteil im CQB, dass die Jungs der BK besser hören, als es normal der Fall wäre.

Gut, hin und wieder stellt sich jeder einmal die Frage, was man zum Airsoft spielen eigentlich benötigt. Jeder logisch denkende Mensch, so auch die BK Mitglieder wissen, dass eine Airgun in Kombination mit einem Trainingsanzug reichen würde. Aber hier sieht man in Airsoft mehr, als "nur" das Spiel. Es geht um das Nachstellen, um Teamwork, um Authentizität und das Gemeinschaftsgefühl, welches nicht zuletzt durch ein einheitliches Auftreten gefördert wird. Deshalb tragen die Jungs je nach Einsatz eine im Airsoft sinnlose schusssichere CIRAS oder einen schweren MICH oder Sprunggefechtshelm.

Für alle Mitglieder ist es wichtig, dass man Airsoft als Hobby und sportliche Betätigung betrachtet. Mit dem optischen Auftreten der BK ist dies schon schwer genug und Unbeteiligte könnten hier voreingenommene Meinungen entwickeln. Dem versucht das Team ständig entgegen zu wirken und zeigt gerne den tatsächlichen Modus Operandi - den Spaß an der Umsetzung von komplexen Spielzügen, das Messen mit anderen Teams, das Interesse an Technik, der Reiz der entfernten Spielfelder und nicht zuletzt die Freunde, die man im Team und im Hobby findet.

Die Bravo-Kompanie möchte ein Airsoft Reenactment-Team sein, das sich an das KSK zwar stark anlehnt, aber dennoch sein eigenes Ding ist. Bei dem Team will sicher keiner mit dem Original jemals tauschen, kein Mitglied spielt sich auf, als sei er Chuck Norris oder sonst jemand. Der Spaß am professionellen Darstellen und der Spaß am Airsoft selbst stehen im Vordergrund und so soll es auch immer bleiben.

Das Zusammenspiel ist unter den Mitgliedern ein wichtiger Punkt. Neben der Altersstruktur von Anfang 20 bis Mitte 40 Jahre alten Mitgliedern, sind auch alle möglichen Jobs vorhanden. Vom Studenten bis zum Handwerker, Soldaten, Geschäftsführer oder Unternehmensberater ist bei uns alles vertreten. Hier findet man für jede Problemstellung den richtigen Ansprechpartner. Es gibt genauso den 20-jährigen Single wie die rund 40-jährigen "treusorgenden Familienväter". In der Zwischenzeit besteht ein hoher Anteil der BK aus aktiven und ehemaligen Zeitsoldaten (SaZ) sowie freiwillig länger Dienenden, vornehmlich aus den infanteristischen Bereichen der Bundeswehr wie Fallschirmjägern, Grenadieren oder Jägern. Es gibt aber auch zahlreiche Mitglieder, welche noch nie beim Bund oder sonstigen Behörden waren. Ob zivildienstleistender Wehrdienstverweigerer oder Soldat: Bei uns ist jeder willkommen.

Insofern hat die BK die Einstellung: "Schön, Du warst beim Bund... na und? - Zeig erst mal was Du in unserem Bereich kannst!". Letztendlich geht es um Airsoft und es können viele Taktiken mit Modifikationen übernommen werden. Daher wird in der BK fortlaufend an Airsoft- relevanten Taktiken herumgefeilt und experimentiert.

Ein BK Spieler ist immer freundlich und höflich, ein prima Teamkamerad, umgänglicher Mensch und in seinem Leben gefestigt. Vor allem ist ein BK Spieler ein vorbildlicher Bürger unseres Landes. Aus diesem Grund legt jeder BK Spieler sein polizeiliches Führungszeugnis vor. Hiermit wollen wir ein klares Signal setzen. 

Egal ob innerhalb der Community oder außerhalb. Die BK zeichnet sich durch ihr Handeln aus. Gibt es auf dem Spielfeld wieder einmal Diskussionen, ob Hit oder nicht, kann man davon ausgehen, dass die BK-Mitglieder trotz anderer Ansicht und gegebenenfalls besserem Wissen, ohne zu Meckern oder Diskutieren zum Respawn gehen.

Anderen Teams gegenüber ist die BK ebenfalls offen und Freundschaften entwickeln sich schnell. Egal ob es der Einsatz als Schiedsrichter auf dem TGC Project Pinebluff war oder die Unterstützung der Operation Golden Horizon. Die Spieler geben hier immer 100% und selbst bei totaler Erschöpfung und Übermüdung wird nicht aufgegeben.

Für die Zukunft nimmt sich die BK vor den eingeschlagenen Weg weiterhin zu verfolgen. Einige Mitglieder müssen noch den gewünschten Fitness-, Ausrüstungs- und Wissensstand erreichen, während andere sich mehr um die Anwärter und Interessenten kümmern können. Die gewählte Teamführung entscheidet über wichtige Änderungen innerhalb des Teams, während alle Mitglieder ihr Mitspracherecht nutzen und dafür sorgen, dass die Interessen der Mehrheit gewahrt werden.

Details zur Struktur der Bravo-Kompanie findest Du auf der Seite „Team“.